Schwangerschaftsabbrüche, Abtreibungen - Neue Forschungsfelder

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Schwangerschaftsabbrüche, Abtreibungen

Abgänge und Abtreibungen
Wir starten hier mit einer Sammlung von Fallberichten über Schwangerschaftsabbrüche/Abtreibungen, welche die Basis für Antworten auf folgende Fragen bilden.

  1. Kann das Ungeborene Einfluss auf das Geschehen nehmen?
  2. Kann die Mutter bewussten Einfluss auf die Entwicklung des Kindes nehmen?
  3. Kann die Seele der abgetriebenen Leibesfrucht in einer späteren Schwangerschaft zurückkommen?

Standardfragen in jedem Beispiel:
  1. Was empfindet die Seele bei Abtreibungen?
  2. Wer oder was veranlasste es, abgetrieben zu werden? und
  3. Welche Nachwirkungen können noch im Jenseits oder im nachfolgenden irdischen Leben auftreten?

1. Zweijähriger akzeptiert, in einem Inkarnationsversuch abgetrieben worden zu sein, wartet, und inkarniert später bei derselben Mutter.

Die englische Mutter Julia saß mit ihrem ältesten Sohn James auf der Treppe, als er gerade 2 Jahre alt war. Er schaute ihr in die Augen und sagte:
 
„Mama, ich war schon einmal hier, aber du warst noch nicht bereit für mich, also habe ich gewartet und bin wiedergekommen.“
 
Mein ganzer Körper erstarrte und kribbelte, und ich bekam einen Kloß im Hals. Ich hatte in meinen frühen 20ern widerwillig, unter Druck, eine Abtreibung vornehmen lassen. Weil ich gegen mein Herz gehandelt hatte, habe ich mich dafür sehr bestraft (keine Aussagen zur Bestrafung).
 
 
Kommentar
 
Es gibt keine Bestätigung dafür, dass es sich beide Male um dieselbe Seele handelt. Wenn es dieselbe Seele ist, handelt es sich um eine Abtreibung, wie die Mutter bestätigt, nicht um einen Abgang, wie die Aussage „habe ich gewartet und bin wiedergekommen“ anzunehmen nahelegt. Diese Aussage lässt vermuten, dass das Ungeborene auch auf eine Abtreibung gelassen reagieren kann, indem es rechtzeitig vor der Abtreibung in Wartestellung geht (die Seele aus dem Körper zurückzieht).
 
Die Seele von James kehrt, wie in vielen anderen Fällen auch, nach der Abtreibung zur selben Mutter zurück, um dann geboren zu werden.

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    In diesem Fall keine genaue Aussage dazu. Da James nur „gewartet“ hat, hat die Abtreibung vermutlich keinen traumatischen Eindruck bei ihm hinterlassen. Sie war keine Tragödie für ihn; vielleicht, weil er die Einsicht hatte, dass er  noch zu früh dran war, und war daher auf die Abtreibung vorbereitet.
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    „also habe ich gewartet“ klingt nach Passivität. Die Mutter hat es widerwillig veranlasst. Vermutlich hat der Ungeborene auf die Aktion der Lebenden gewartet und war darauf vorbereitet.
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    In diesem Fall keine Aussage dazu. Die Erinnerung des Kindes kann als Nachwirkung gelten.

Literatur:
Carman, Elisabeth; Carman, Neil (2019) Babies are Cosmic / Signs of Their Secret Intelligence, Pregnancy & Childbirth/Parenting BabiesAreCosmic.com, ISBN: 978-0-9600713-0-2, S. 261-262

2. Vierjährige erinnert, eine Abtreibung erlebt zu haben, weil ihr Vater noch nicht bereit war

Ein 4-jähriges amerikanisches Mädchen überraschte seine Mutter mit der Feststellung:
 
„Als ich das letzte Mal ein Mädchen war, hatte ich eine andere Mutter. Aber das war nicht das letzte Mal. Letztes Mal, als ich 4 Zoll lang und in deinem Bauch war, war Vati noch nicht bereit, dich zu heiraten. Daher ging ich weg. Aber dann kam ich zurück“.
 
Danach verging ihr starrer Blick in die Ferne und sie kam wieder auf Dinge zu sprechen, die einer Vierjährigen gemäß sind.
 
Die Mutter war stumm vor Staunen. In der Tat hatte sie, 2 Jahre bevor ihr Mann zu heiraten und ein Kind zu haben bereit war, eine Abtreibung im 4. Monat vornehmen lassen (Bowman 2003, S. 186). Nur ihr Ehemann und ihr Arzt wussten davon.
 
 
Kommentar
 
Wenn die angeblich abgetriebene Seele die gleiche wie die des Mädchens ist, über welche die Mutter berichtet, dann geht es tatsächlich um eine Abtreibung, wie die Mutter angibt. Die Ungeborene erkennt, dass der Vater noch nicht zur Heirat bereit ist, und sieht ein, dass es besser ist, die Geburt auf eine spätere Gelegenheit aufzuschieben. So lässt sich offensichtlich der Schrecken einer Abtreibung vermeiden.

Die Seele des Mädchens kehrt, wie in vielen anderen Fällen auch, nach der Abtreibung zur selben Mutter zurück, um dann geboren zu werden.

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    In diesem Fall keine genaue Aussage dazu. Da die Seele des Mädchens nur „weg ging“, hat die Abtreibung vermutlich keinen traumatischen Eindruck hinterlassen, und war keine Tragödie; vielleicht, weil es die Einsicht hatte, dass ihr künftiger Vati noch nicht bereit war..
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    Die Mutter veranlasste die Abtreibung. Aber das werdende Mädchen war wohl einsichtig in das Problem des Vaters und daher mit der Abtreibung einverstanden (Daher ging ich weg)..
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    In diesem Fall keine Aussage dazu. Die Erinnerung des Kindes kann als Nachwirkung gelten.

Literatur:
Bowman, Carol (2003) Return from Heaven/ Beloved Relatives Reincarnated within Your Family, Harper Torch, New York, ISBN: 0-06-103044-9, S. 186-187, www.childpastlives.org
 
Chamberlain, David (2013) Windows to the Womb: Revealing the Conscious Baby from Conception to Birth, North Atlantic Books, Berkeley, California, ISBN: 978-1583945513, S. 171
 
Hassler, Dieter (2011) Band 1, Fall 28, S. 204
 
McGarey, Gladys Taylor (2008) Born to Live. Scottsdale AZ: Inkwell Productions, (Phoenix, AZ: Gabriel Press (1980), S. 54-55

3. Dreijähriger sagt: „Abtreibung ist falsch“

Eine texanische Mutter hörte im Autoradio eine Diskussion über Abtreibung. Ihr kleiner 3-jähriger Sohn Joel saß über seinem Malbuch neben ihr und hörte mit. Plötzlich tönte er:
 
„Abtreibung ist falsch“.
 
Die Mutter hatte nicht geahnt, dass er überhaupt wusste, was Abtreibung bedeutet und versuchte, ihren Sohn vor vorschnellen Urteilen zu bewahren, indem sie ihm erklärte:
 
„Abtreibung ist Sache einer Frau. Als ich 16 war, machte ich einen Fehler und sah mich gezwungen abzutreiben. Darüber war ich zwar immer traurig, aber ich glaubte damals, das tun zu müssen“.
 
Joel malte ruhig weiter und sagte, ohne aufzublicken:
 
„Mach dir keine Sorgen, Mama. Das war ich. Ich ging einfach in den Himmel zurück und wartete auf dich“ (Bowman 2003).
 
 
Kommentar
 
Weil es etliche ähnliche Aussagen gibt, neige ich dazu, die Aussagen des Kindes beim Wort zu nehmen und nicht psychologisch umzudeuten. Die Seele des Kindes hat in einem früheren Inkarnationsversuch eine Abtreibung erlebt, deren mögliche Dramatik es abgewendet hat, indem es rechtzeitig ins Jenseits zurück ging und bis zu einem besseren Zeitpunkt für die Inkarnation wartete.
 
Die Seele von Joel kehrt, wie in vielen anderen Fällen auch, nach der Abtreibung zur selben Mutter zurück, um dann geboren zu werden.

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    In diesem Fall keine genaue Aussage dazu. Da die Seele von Joel nur „einfach in den Himmel zurück ging“, und Joel seiner Mutter sagt, sie solle sich wegen der Abtreibung keine Sorgen machen, hat die Abtreibung vermutlich keinen traumatischen Eindruck hinterlassen, war keine Tragödie. Sie kann dennoch falsch sein, wie Joel sagt, ohne das zu erklären. Aber, wer weiß, vielleicht hat er nur wiedergegeben, was er mit seinen 3 Jahren mal gehört hat..
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    Die Mutter veranlasste die Abtreibung. Aber Joel im Mutterleib nahm das wohl gelassen hin („Mach dir keine Sorgen“; „Ich ging einfach in den Himmel zurück“).
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    In diesem Fall keine Aussage dazu. Die Erinnerung des Kindes kann als Nachwirkung gelten.

Literatur:
Bowman, Carol (2003) Return from Heaven/ Beloved Relatives Reincarnated within Your Family, Harper Torch, New York, ISBN: 0-06-103044-9, S. 190, www.childpastlives.org

Hassler, Dieter (2011) Band 1, Fall 29, S. 204


4. Achtjährige weiß, warum ihre Mutter sie im (entstehenden) früheren Leben abgetrieben hat, verzeiht ihr und heilt sie dadurch

Charmaine litt unter einer akuten postpartalen Depression (Wochenbettdepression), die sieben Monate nach der Geburt ihrer Tochter Amy begann. Charmaine wurde durch das folgende Gespräch geheilt, das sie mit ihrer Tochter hatte, als Amy acht Jahre alt war.
 
Amy fragte: „Mama, hattest du vor mir noch andere Kinder?“
 
Charmaine erzählte ihr von einer Abtreibung.
 
„Mama, das war ich“, sagte Amy.
 
Charmaine spürte, wie sich die Haare auf ihren Armen aufrichteten, als sie Amy um Vergebung bat. Das Mädchen umarmte ihre Mutter und erklärte ihr ganz beiläufig, dass es
 
„in Ordnung“ sei – sie habe seinerzeit nur noch
 
„nicht den richtigen Zeitpunkt gefunden, um sie zu bekommen.“
 
Kommentar
 
Es gibt keine Bestätigung dafür, dass es sich beide Male um dieselbe Seele gehandelt hat. Nimmt man das als gegeben an, so geht es wirklich um eine Abtreibung, weil die Mutter dies berichtet. Die Seele des Mädchens nahm dies aber gelassen hin und vermied so eine Dramatik, die mit Abtreibungen einher gehen kann.
 
Die Seele von Amy kehrt, wie in vielen anderen Fällen auch, nach der Abtreibung zur selben Mutter zurück, um dann geboren zu werden.

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    In diesem Fall keine genaue Aussage dazu. Da alles „in Ordnung“ war, war die Abtreibung vermutlich keine Tragödie; vielleicht, weil Amy die Einsicht hatte, dass der Zeitpunkt noch nicht stimmte.
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    Die Mutter. Eine denkbare Beteiligung des Embryo oder Fetus bleibt unklar.
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    In diesem Fall keine Aussage dazu. Die Erinnerung des Kindes kann als Nachwirkung gelten.

Literatur:
Carman, Elisabeth; Carman, Neil (2019) Babies are Cosmic / Signs of Their Secret Intelligence, Pregnancy & Childbirth/Parenting BabiesAreCosmic.com, ISBN: 978-0-9600713-0-2, S. 261
 
Gaskin, Ina May (2003) InaMay's Guide to Childbirth, Bantam, New York, S. 84-85

5. Fast fünfjähriger Junge sagt: „Sterben ist schmerzhaft.“

Sophie Smith aus Großbritannien berichtet, was ihr Sohn Leo einen Monat vor seinem fünften Geburtstag zu ihr sagte:
 
„Sterben ist schmerzhaft.“
 
„Ist es immer schmerzhaft?“, fragte die Mutter nach.
 
„Nein. Aber wenn man leben will und es einem genommen wird, ist es schmerzhaft.“
 
Das tat Frau Smith weh. Sie hatte nämlich ein Jahr vor Leos Geburt abgetrieben und dies zutiefst bereut.
 
Leo hat ihr das offensichtlich nicht übel genommen oder verziehen, denn er sagte ihr, dass er sie jede Minute seines Wachseins liebt.
 
 
Kommentar
 
Leos Aussage kann generell jede Form des Todes meinen. Die Mutter beschränkt sie (aus Schuldgefühlen?) auf den Tod durch Abtreibung, die sie selbst vorgenommen hatte. Leos Liebeserklärung an seine Mutter bestätigt implizit, dass er sich auf die Abtreibung bezieht.

Leo sagt, dass Sterben, auch durch eine Abtreibung, nur dann mit Schmerzen behaftet ist, wenn sich die sterbende Person, also auch das ungeborene Kind, gegen die Abtreibung stemmt.
 
Die Seele von Leo ist hier vermutlich, wie in vielen anderen Fällen auch, nach der Abtreibung zur selben Mutter zurückgekehrt, um dann geboren zu werden.

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    In diesem Fall – selten genug – eine Aussage dazu. Schmerzen, vermutlich psychischer Natur, weil die Abtreibung gegen den Willen des Inkarnierenden geschieht, ohne Einsicht in eine Notwendigkeit. Solche Schmerzen bleiben vermutlich aus, wenn die Abtreibung von der Seele akzeptiert werden kann..
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    Widerwillig die Mutter.
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    In diesem Fall keine Aussage dazu. Leo hat die Abtreibung nicht übel genommen. Daher kann man annehmen, dass es keine negative Nachwirkung gab.

Literatur:
Carman, Elisabeth; Carman, Neil (2019) Babies are Cosmic / Signs of Their Secret Intelligence, Pregnancy & Childbirth/Parenting BabiesAreCosmic.com, ISBN: 978-0-9600713-0-2, S. 262

6. Vierjähriger berichtet von seiner Abtreibung und anschließenden Wiedergeburt als Enkel

Unsere Familie, schreibt Frau Jacky Newcomb (Newcomb 2011), ist ein wenig medial veranlagt. Das zeigt sich auch bei meinem Enkel, zu dem ich seit seiner Geburt ein enges Verhältnis pflege. Wegen familiärer Probleme übernahm ich fast ein Jahr lang das Sorgerecht und als er seiner Mutter im Alter von 20 Monaten zurückgegeben wurde, tauchte sie mit ihm zwei Jahre lang auf der Flucht vor der Polizei und der Familienfürsorge unter.
 
Ich stehe nun mit ihr in Verbindung und bin froh, dass wir unsere Themen aus der Vergangenheit bereinigt haben. Ich sehe meinen Enkel nun regelmäßig und oft bleibt er eine Woche oder auch länger bei mir.
 
Seltsamerweise nennt mich mein Enkel „Mami“ und sagt, ich sei seine Mutter. Natürlich bin ich da immer korrekt und sage, dass ich seine „Oma“ bin, aber er erklärt mir dann, ich sei seine Mutter und Oma zugleich.
 
Normalerweise lasse ich das auch so stehen. Aber vor drei Wochen erzählte er mir eine seltsame Geschichte, als ich ihn zu Bett brachte. Er sagte:
 
Als ich in deinem Bauch war, Oma, kam ein langer Stock, traf mich am Kopf -
 
er zeigte dabei auf seine Stirn -
 
„und hat mich getötet und dann kam ich zurück zu meinem Papi und meiner Mami, aber diesmal als Junge.“
 
Ich war überwältigt. Das Unheimliche daran ist, dass ich vor zweiundzwanzig Jahren eine Abtreibung hatte. Ich frage mich nun, ob das Kind, das ich vor so langer Zeit abgetrieben habe, jetzt zu mir zurückgekommen ist? Ich finde es einfach seltsam, dass ein vierjähriger Junge so etwas erzählt.
 
Mein Kommentar
 
Was der Enkel hier schildert, hat er wohl kaum von seinem Umfeld zu hören bekommen und nacherzählt. Das ist keine Geschichte, die Erwachsene erzählen. Wie kann der Kleine auf so etwas kommen, wenn nicht aus eigener Erinnerung?
 
Nach den vielen Kindern, die sich an ihr früheres Leben erinnern können, verwundert es mich nicht, dass dieses Kind das Prinzip der Wiedergeburt (einschließlich Geschlechtswechsel) verstanden haben kann und sich daher so äußern konnte.

Dass der Enkel seine Oma gleichzeitig auch als seine Mutter ansieht, stützt die Annahme, dass es sich beide male um dieselbe Seele handelt.
 
Der Junge erzählt nichts darüber, wie er die (zu vermutende) Abtreibung erlebt hat. Daher kann hier keine Schlussfolgerung auf die Moral einer Abtreibung hergeleitet werden.

Was den "Stock" anbetrifft, von dem der Enkel spricht, siehe den Kommentar in Fall Nr. 9

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    Keine Angabe. Bemerkenswert ist aber, dass keine Klage über die Tötung oder die Grausamkeit einer Abtreibung geführt wird. Möglicherweise spielt das Wissen um die Möglichkeit eines weiteren Inkarnationsversuchs eine Rolle.
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    Die heutige Oma.
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    Nur die Erinnerung an die Abtreibung.

Literatur:
Newcomb, Jacky (2011) Angel Kids / Die medialen Erfahrungen unserer Kinder, Amra, Hanau, ISBN; 978-3-939373-22-3, S. 187-188

7. Dreijähriger erinnert, vor seinem heutigen Leben einmal abgetrieben worden zu sein

Eine 41 Jahre alte amerikanische, werdende Mutter bekam von ihrem Arzt den dringenden Rat, wegen ihres Alters und ihrer schlechten Blutwerte abzutreiben. Sie war darüber sehr verzweifelt, weil sie Abtreibung als Mord ansah. Aber sie sah keine Möglichkeit, dies abzuwenden, weil sie noch einen kleinen Sohn hatte und nicht das Risiko eingehen wollte, ihn als Waisenkind zu hinterlassen, falls sie bei der Geburt sterben sollte.
 
Ein Jahr nach der Abtreibung wurde sie trotz sorgfältiger Verhütung erneut schwanger, entschied sich diesmal aber, das Kind auszutragen. Der kleine Reese wurde mit Kaiserschnitt entbunden.
 
Als Reese 3 Jahre alt war, begann er auf einer Autofahrt plötzlich grundlos zu zittern und zu weinen und stotterte in Tränen:
 
„Als ich vorher in deinem Bauch war, kam eine Schlange und hat mich aufgefressen. Dann ging ich in ein Land der Regenbogen. Ein Engel kam und fragte mich, was ich tun will. Ich sagte ihm, dass ich zurück zu dir will, Mama“.
 
Die Mutter rührte dies zu Tränen, denn sie erinnerte sich, dass das Instrument, mit dem der Schwangerschaftsabbruch durchgeführt worden war, wie eine Schlange ausgesehen hatte. Bis zu diesem Moment hatte sie nicht an Reinkarnation geglaubt.
 
Reese war durch den Abbruch seelisch belastet. Aber seine bewusste Erinnerung an die Ursache könnte die Belastung aufgelöst haben, denn er sprach danach niemals mehr über den Schwangerschaftsabbruch.
 
Kommentar
 
Die Aussage des Jungen kann man nicht als Telepathie mit der Mutter erklären. Diese wird als Reinkarnationsungläubige kaum an ein Regenbogenland und Engel gedacht haben. Ihre Bestätigung des Aussehens des Instruments, mit dem der Schwangerschaftsabbruch durchgeführt wird bzw. wurde, unterstützt die Annahme, dass der Junge nichts phantasiert hat, sondern eine echte Erinnerung ausdrückte.
 
Die Seele von Reese wollte nicht abgetrieben werden und war dadurch seelisch belastet, wie sich an seinem Gefühlsausbruch im Auto ablesen lässt. Das spricht dafür, mit Schwangerschaftsabbrüchen sehr zurückhaltend zu sein. Tröstlich ist, dass die abgetriebene Seele zur selben Mutter zurückkommen kann.

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    Reese litt unter der Abtreibung, weil sie gegen seinen Willen geschah (Leiden: In der Erinnerung zitterte, weinte und stotterte er in Tränen. Gegen seinen Willen: Er wollte zurück zur Mama.).
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    Ärzte veranlassten den Abbruch aus medizinischen Gründen. Die Mutter sah sich gezwungen, dem zuzustimmen.
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    Reese hatte im nächsten Leben unangenehme seelische Nachwirkungen der Abtreibung.

Literatur:
Bowman, Carol (2003) Return from Heaven / Beloved Relatives Reincarnated within Your Family, Harper Torch, New York, ISBN: 0-06-103044-9, S. 184-185, www.childpastlives.org

Hassler, Dieter (2011) Band 1, Fall 27, S. 204

8. Vierjährige erkennt eine fremde Frau als ehemalige Mutter, welche die Inkarnierung der Seele des Mädchens durch Abtreibung verhindert hat

Kendra Carter, ein Mädchen, das in Florida lebt, war viereinhalb Jahre alt, als sie ihren ersten Schwimmunterricht bei einer Trainerin namens Ginger hatte. Sie sprang sofort auf Gingers Schoß und benahm sich ihr gegenüber sehr liebevoll. Als Ginger drei Wochen später eine Unterrichtsstunde absagen musste, weinte Kendra unkontrolliert. Als sie kurz darauf wieder Unterricht hatte, war sie sehr glücklich und sprach ständig von Ginger.
 
Ein paar Wochen später begann Kendra zu erzählen, dass Gingers Baby gestorben sei und dass Ginger krank gewesen sei und ihr Baby herausgedrückt habe. Als ihre Mutter sie fragte, woher sie das wisse, antwortete Kendra:
 
„Ich bin das Baby, das in ihrem Bauch war.“
 
Zu diesem Zeitpunkt hatte Kendra ihre Trainerin (Ginger) nur in ihren Schwimmstunden gesehen, und ihre Mutter wusste, dass die beiden nie allein unter sich gewesen waren.
 
Kendra beschrieb eine Abtreibung und sagte, dass Ginger einem bösen Mann erlaubt habe, sie herauszuziehen, und dass sie versucht habe, sich festzuhalten, es aber nicht geschafft habe. Sie beschrieb, dass sie danach in einem dunklen und kalten Ort gewesen sei und Angst gehabt habe.
 
Kendras Mutter erfuhr schließlich von Ginger, dass sie tatsächlich neun Jahre vor Kendras Geburt eine Abtreibung gehabt hatte, als sie, unverheiratet, krank war und an Anorexia nervosa (Magersucht) litt.
 
Kendra begann zu sagen, dass sie sterben würde, weil Ginger sie nicht hatte zur Welt bringen können. Sie sagte:
 
„Ich muss sterben, und dieses Mal komme ich nicht zurück.“
 
Diese Angst vor dem Sterben wurde so stark, dass Kendras Mutter sie zu einem Therapeuten brachte, der eine Zeremonie vorschlug, in der Kendra für Ginger „geboren“ werden sollte. Danach schien sich ihre Angst vor dem Sterben zu legen.
 
Die Mutter war eine konservative Christin, die auch nach diesen Erfahrungen schon den Kauf eines Buches über Reinkarnation für eine Sünde hielt.
 
Kommentar
 
Erstaunlich, dass Kendra eine extrem emotionale Beziehung zu einer an sich fremden Frau aufnimmt. Das wird verständlich, wenn man akzeptiert, dass Kendra bei ihr schon einmal wiedergeboren werden wollte, aber unsanft abgewiesen wurde. Eine „normale“ Erklärung, die keine paranormalen Fähigkeiten unterstellt, fällt mir nicht ein.
 
Das Beispiel von Kendras Sterbe-Psychose zeigt auch, dass eine Abtreibung psychische Folgen im nächsten Leben nach sich ziehen kann.

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    Kendra litt unter der Abtreibung, weil sie gegen ihren Willen geschah.
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    Die Mutter, die heute Ginger ist, veranlasste die Abtreibung gegen den Willen der ungeborenen Seele.
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    Kendra musste an einen kalten Ort im Jenseits Angst ertragen und hatte im nächsten Leben unangenehme Nachwirkungen der Abtreibung.

Literatur:
Carman, Elisabeth; Carman, Neil (2019) Babies are Cosmic / Signs of Their Secret Intelligence, Pregnancy & Childbirth/Parenting BabiesAreCosmic.com, ISBN: 978-0-9600713-0-2, S. 261
 
Hassler, Dieter (2011) Band 1, Fall 30, S. 204-205
 
Tucker, Jim B. (2005) Life Before Life/ A Scientific Investigation of Children's Memories of Previous Lives, St. Martin's Press, New York, ISBN: 0-312-32137-6, S. 114-116

9. Phobie vor Feuer einer 6-jährigen wird durch Rückführungen geheilt, in denen sie sieht, wie ihr Körper einst aus dem Bauch der Mutter geholt und verbrannt wurde

Der Hypnotherapeut Frank Baranowski berichtet folgendes:
 
„Eines Tages erhielt ich einen Anruf von Elaine, einer verzweifelten Mutter, die Hilfe für ihre sechsjährige Tochter Anne suchte. Anne war bereits bei verschiedenen Therapeuten gewesen, konnte jedoch ihre zwanghafte und phobische Angst vor Feuer nicht überwinden. Da niemand einen Zeitpunkt in Annes Leben ausmachen konnte, an dem sie mit Feuer in Berührung gekommen war, blieb die Ursache für ihre schrecklichen Gedanken und Albträume ein Rätsel.“
 
Rückführung von Anne:
 
„Nachdem das notwendige Vertrauen aufgebaut war, versetzte ich Anne in einen hypnotischen Zustand. Mit Regressionstechniken leitete ich sie an, verschiedene Phasen ihres kurzen Lebens zu erkunden.“
 
„Schließlich reichte ihre Erinnerung weit zurück, und sie sagte, sie sei ‚glücklich in Mamas Bauch’. Doch die Zufriedenheit wich bald der Angst – ‚Jemand versucht, mich aus Mamas Bauch herauszureißen. Bitte nicht.’
 
„Die Sechsjährige brach in Tränen aus und rollte sich selbstschützend zusammen. Doch ihre Bemühungen, ein sicheres Versteck zu finden, waren vergeblich. Nun völlig verängstigt, schrie sie: ‚Sie haben mich. Sie reißen mich aus Mama heraus.’
 
„Die Angst eskalierte zu Entsetzen, als Anne schrie: ‚Bitte, nein! Nicht das Feuer’“ In qualvoller Agonie beschrieb sie, wie ihr winziger, fötaler Körper in ein loderndes Lagerfeuer auf einem Strand geworfen und von diesem verschlungen wurde.“
 
„Elaine und ich waren fassungslos. Ich beruhigte und tröstete Anne schnell und führte sie dann zurück in einen vollbewussten Zustand. Sie weinte nun leise, ebenso wie die Mutter, die ihre Tochter wiegte und streichelte. Ich nahm an, dass Elaines Tränen Tränen des Mitgefühls waren. Aber da war noch mehr.”
 
Hintergrundgeschehen als Ursache:
 
„Schließlich sprach Elaine: ‚Wie konnte Anne sich daran erinnern? Wie konnte sie das wissen? Ich habe noch nie jemandem von dieser Nacht erzählt.’“
 
“ Als ich auf dem College war, ging ich mit einem jungen Mann aus. Wir kamen uns sehr nahe, und ich wurde schwanger. Ich wusste nicht, was ich tun sollte. Ich erzählte es meinem Freund in der Hoffnung auf seine Unterstützung, aber er war wütend – sehr wütend. Er bestand darauf, dass ich das Kind abtreibe. Ich weigerte mich. Tagelang ignorierte mich der Vater, dann kam er zurück und verlangte eine Abtreibung. Sein Verhalten wiederholte sich eine Zeit lang – ignorieren, fordern, ignorieren, fordern. Ich erzählte niemandem von meinem Zustand.”
 
„Als ich einige Monate schwanger war und eine Bindung zu meinem nun lebhaften Kind aufgebaut hatte, es aber noch nicht sehr deutlich zu sehen war, schien der Vater seine Meinung geändert zu haben. Er war lieb und nett, so wie zu Beginn unserer Beziehung. Er kam täglich vorbei, um nach mir zu sehen. Ich war so erleichtert, dass mein Kind von einem liebevollen Vater akzeptiert werden würde. Eines Tages lud er mich zu einer Strandparty mit einigen Freunden ein. Ich vertraute ihm und ging hin.“
 
„Ich war das einzige Mädchen. Bevor ich weglaufen konnte … drehte sich mein ‚netter’ Freund, der Vater unseres Kindes, um und befahl mir erneut, eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Seine Saufkumpanen starrten mich alle im Schein des Feuers an. Ich hatte große Angst, schaffte es aber, den Kopf zu schütteln und ‚nein‘ zu sagen.“
 
„Sofort umringten mich die Männer nach einem offensichtlich vorher vereinbarten Plan, deren Mut zu dieser Tat durch Fässer voller Bier gestärkt war. Während mein Freund bereitstand, packten mich seine Kumpels, zogen mir die Kleider vom Leib und drückten mich auf den Sandstrand. Er näherte sich mit einem langgestreckten Kleiderbügel, an dessen Ende ein Haken angebracht war. Meine Schreie steigerten die Raserei der Meute nur noch mehr.“
 
„Ein winziger, blutiger Körper wurde aus meinem Inneren herausgeholt. Ich konnte nur voller entsetzter Hilflosigkeit zusehen, wie mein unschuldiges Kind in das lodernde Feuer geworfen wurde. Ein Gestank nach verbranntem Fleisch stieg in die salzige Nachtluft auf.“
 
„Der Mann, den ich geliebt hatte und von dem ich glaubte, er liebe mich, wandte mir kalt den Rücken zu. Das war seine einzige Geste der Anständigkeit, während ich mich abmühte, meinen entblößten Körper mit zerrissenen Kleidungsstücken zu bedecken. Ich schämte mich so sehr, dass ich die jungen Männer weder ansehen, noch um Hilfe bitten konnte. Halb bekleidet stolperte ich den Strand hinauf und ins Auto – das ich ‚nicht beschmutzen‘ durfte. Ich wurde zu meiner Wohnung zurück gefahren und am Straßenrand abgesetzt.“
 
„Im Laufe der Wochen gelang es mir, mich körperlich ohne ärztliche Hilfe zu erholen. Aber emotional war ich jahrelang verletzt, so traumatisiert, dass ich bis heute niemandem davon erzählt habe.“
 
„Erst nachdem ich einen Ehemann und Vater gefunden hatte, der dir, Anne, würdig war, sandte Gott dich wieder zu mir. Ich liebe dich, mein Schatz.“
 
„Bald nachdem du deine ersten Worte gesprochen hattest, kamen deine Angst vor Feuer und die Albträume. Während du aufgewachsen bist und sich dein Trauma verschlimmerte, brachten wir dich zu Ärzten, Therapeuten und Priestern. Ich hatte mein eigenes Trauma jener schrecklichen Nacht so sehr verdrängt, dass ich nie an dieses Feuer dachte.“
 
Später berichtete Frank Baranowski freudig, dass diese Mutter-Tochter-Erfahrung so heilend gewirkt habe, dass die Angst der Tochter vor Feuer verschwunden sei.
 
Kommentar
 
Meine Tochter behauptet, die Geschichte könne gar nicht real sein, weil es keine Abtreibung mit einem Kleiderbügel gäbe, bei der die Frau nicht verblutet. Ich habe Informationen dazu im Internet gesucht und folgendes gefunden:
 
Das Einführen scharfer Objekte (wie Stricknadeln, Nadeln oder starkem Draht) durch Vagina und Cervix in den Uterus, mit der Absicht, die Fruchtblase zu öffnen, ist ohne Spekulum (Spekula ermöglichen eine Spreizung der beiden Blätter der Vagina) schwer durchzuführen und setzt meist die Hilfe einer zweiten Person voraus, gilt aber dennoch als eine klassische Methode der Selbstabtreibung. Auf die Blasenöffnung folgen meist innerhalb weniger Tage Wehen und eine Fehl- bzw. Frühgeburt. Mit der Öffnung der Fruchtblase entsteht sowohl für das Kind, als auch für die Frau ein erhebliches Infektionsrisiko. Weiterhin wird beim Versuch, die Fruchtblase aufzustechen, häufig versehentlich die Uterusmuskulatur durchstoßen und die angrenzenden Bauchorgane werden verletzt. Häufige Folgen sind innere Blutungen, Infektionen, Bauchfellentzündungen und Sepsis, gelegentlich mit Todesfolge (Wikipedia 2026).
 
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Der Kleiderhaken ist ein Symbol für einen unsicheren Schwangerschaftsabbruch. Viele Frauen haben früher ungewollte Schwangerschaften mit einem Kleiderhaken beendet. Die Verletzungsgefahr war dabei natürlich enorm, ganz zu schweigen von der unsterilen Umgebung.
 
Laut WHO finden jährlich schätzungsweise 25 Millionen Schwangerschaftsabbrüche im Verborgenen statt - das heißt, die Schwangere nimmt den Abbruch selbst vor, eventuell auch mit einem Kleiderhaken. Und jedes Jahr sterben zwischen 4,7 und 13,2 Prozent der Schwangeren dabei. (Instagram 2026).
 
Ich denke, damit ist der generelle Einwand meiner Tochter widerlegt.
 
Annes Aussagen können nicht telepathisch von ihrer Mutter übernommen worden sein. Das hätte keine Phobie vor Feuer auslösen können und konkretere Aussagen hervorbringen müssen.
 
Es liegt nahe, dass wir Annes Aussagen als echte Erinnerungen und ihr Verhalten als posttraumatische Belastungsstörung akzeptieren. Natürlich ist nicht strikt belegt, dass es sich bei Anne und dem abgetriebenen Embryo um ein und dieselbe Seele handelt. Diese Annahme liegt jedoch nahe, weil die Symptome der Phobie und die Erinnerungen in der Rückführung gut zu dem Geschehen der Abtreibung passen.
 
Annes Erinnerung zeigt, dass ein Embryo ein entwickeltes Bewusstsein hat, das beobachten und empfinden kann. Das Bewusstsein liegt hier im Außen, nicht im Embryo. Dementsprechend werden keine körperlichen Schmerzen beklagt, wohl aber seelische, die durch die Beobachtung des grausamen Handelns entstehen. Diese Schmerzen zeigen sich in einer nachfolgenden Inkarnation bei derselben Mutter als Phobie vor Feuer. Diese kann geheilt werden, erst nachdem die Ursache im früheren Leben ins heutige Bewusstsein geholt und durch symbolische Therapie behandelt wird.

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    Heftige seelische Schmerzen
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    Der Vater.
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    In diesem Fall eine Phobie im nächsten Leben.

Literatur:
Hinze, Sarah (2015) The Castaways / New Evidence Supporting the Rights of the Unborn Child / 15th Anniversary Edition, Three Orchard Productions, 2060 E. Hackamore Mesa, AZ, 85213, ISBN: 978-0-9969313-3-5, S. 99-103
 
Instagram (2026) https://www.instagram.com/p/DAazw3gsAtx/

Wikipedia (2026) Selbstabtreibung, https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstabtreibung

10. Verstorbener Junge berichtet seinem Bruder in dessen Nahtodsituation von seiner Abtreibung

Der vierjährige amerikanische Junge Jimmy John war das einzige Kind seiner Eltern. Er ging eines Tages im Swimmingpool seiner Eltern unter. Der Rettungswagen wurde sofort gerufen und war in wenigen Minuten zur Stelle. Fünfzehn Minuten danach gelang die Rettung. Der Junge atmete wieder. Die unendliche Erleichterung seiner Mutter währte nicht lange, denn Jimmy proklamierte für jeden hörbar, gleich nachdem er wieder sprechen konnte:
 
„Ich habe meinen kleinen Bruder getroffen. Er ist da drüben, wo ich war, und erzählte mir alles über die Mama, die ihn aus ihrem Bauch gezogen hat, als sie 13 Jahre alt war“ (Abtreibung).
 
Er fuhr fort mit weiteren Details zur seinerzeit heimlichen Abtreibung, die seine Mutter als Jugendliche hat vornehmen lassen. Die Angaben erwiesen sich als zutreffend.
 
Die Mutter hatte diese Episode in ihrem Leben längst vergessen oder verdrängt und mit niemandem darüber gesprochen.
 
Jimmy war begeistert darüber, einen Bruder zu haben, und erklärte, er und sein Bruder hätten sich geschworen, in Kontakt zueinander zu bleiben. Seine Freude dauerte allerdings nicht lange an, denn die Ehe seiner Eltern zerbrach über der Offenlegung des Geheimnisses um die Abtreibung (Atwater 1996, 2003, 2011).
 
Kommentar
 
Man kann sich verschiedene Erklärungen ausdenken. Die naheliegendste Erklärung scheint mir zu sein, dass die Seele des Abgetriebenen noch immer die Abtreibung als wichtiges Ereignis erinnert und den Schwur, in Kontakt mit Jimmy zu bleiben, auch nicht vergessen hat. Er nutzte die Gelegenheit, den Kontakt mit der Familie aufzunehmen, der er sich zugehörig fühlt. Der Verstorbene zeigte sich nicht im tatsächlichen Alter von 16 Jahren, sondern jünger, um Jimmy emotional näher zu sein.
 
Man kann den Fall in die Klasse der „Peak in Darien Fälle“ einordnen, weil der Erfahrungsträger nichts vom Tod – ja nicht einmal von der Existenz – eines Bruders wusste, und ihn dennoch in der Nahtoderfahrung (NTE) antraf und mit ihm kommunizierte. Der Fall unterscheidet sich vom klassischen Fall darin, dass nicht ein Sterbender die innere Sichtung hat, sondern ein Kind in Todesnähe.

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    In diesem Fall keine Aussage dazu.
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    Die 13-jährige Mutter des Bruders.
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    In diesem Fall keine Aussage dazu.

Literatur:
Atwater, P.M.H. (1996) What Is Not Being Said About the Near-Death Experience, in Bailey, Lee W. / Yates, Jenny (Herausg.) The Near-Death Exerience / A Reader, Routledge, New York & London, ISBN: 0-415-91431-0, S. 242-243
 
Atwater, P.M.H. (2003) The New Children and Near-Death Experiences, Bear & Comp., Rochester, Vermont, ISBN: 1-59143-020-8, S. 141-142
 
Atwater, P.M.H. (2011) Near -Death Experiences / the rest of the story / what they teach us about living, dying, and our true purpose, Hampton Roads Publishing Company, Inc, Charlottesville, VA, ISBN: 978-1-57174-651-1, S. 37-38
 
Hassler, Dieter (2020) Band 3, Fall 48, S. 228-229

11. Abgetrieben und in der nächsten Generation mit schweren Nachwirkungen neu geboren

Linda erzählte mir (Sarah Hinze) folgendes von ihrer Schwester Susan.
 
„Eines Nachts, kurz nach dem Tod meiner Schwester Susan, träumte ich von ihr. In dem Traum wirkte sie so real, dass ich das Gefühl hatte, ich könnte die Hand ausstrecken und sie berühren. Sie strahlte und wirkte friedlicher, als ich sie zu Lebzeiten je gesehen hatte.“
 
Susan vermittelte mir, dass sie nun die Verwirrung und Traurigkeit verstand, die sie zu Lebzeiten geplagt hatten. Sie bat mich, ihre Geschichte zusammenzustellen und sie dann ‚Sarah Hinze zu geben, die wissen wird, was damit zu tun ist’. Im Traum dankte mir Susan, und der Traum endete. Ich erwachte in der festen Überzeugung, dass Susan mir ihre unvollendete Arbeit anvertraut hatte. Ihre Geschichte musste erzählt werden.“
 
Nachwirkungen 1:
 
Linda erzählt weiter: „Einige Jahre vor Susans Tod vertraute sie mir an, dass sie als Kind immer wieder das Gefühl hatte, in die falsche Familie hineingeboren worden zu sein. Oft fühlte sie sich fehl am Platz, einsam, ohne zu verstehen, warum. Sogar ihr Name schien falsch zu sein. (Susan ist der Name, von dem sie glaubte, dass sie ihn hier tragen sollte.) Susan beschrieb Tage in ihrer Kindheit, an denen sie allein zu Hause war, während Mama arbeitete, und an denen sie von Ängsten überwältigt wurde. Aus Gründen, die sie nicht erklären konnte, fürchtete sie, dass niemand zurückkommen würde, um sie zu holen. Ihre Ängste hielten bis ins Erwachsenenalter so stark an, dass sie ihre Gesundheit beeinträchtigten. Jahrelang war sie oft so krank, dass sie nicht einmal die Kraft hatte, aus dem Bett aufzustehen. Nach Jahren dieser Situation betete Susan intensiver denn je um Linderung ihrer seelischen und körperlichen Leiden. Innerhalb weniger Wochen nach diesen Gebeten ereigneten sich zwei entscheidende Ereignisse.“
 
Linda weiter:
1) „Zunächst kam unser Vater zu mir nach Hause. Er erzählte mir von einer seiner Kindheitserinnerungen. Als er etwa vier Jahre alt war, hatte er das Gefühl gehabt, dass eine kleine Schwester zur Familie stoßen wolle. Dieses Gefühl wurde immer stärker, bis er seiner Mutter sagte, dass bald eine kleine Schwester in ihre Familie hineingeboren werden würde. ‚Ich weiß, dass sie kommt’, schloss er. Das war keine willkommene Nachricht für seine erschöpfte, entmutigte Mutter. Sie wies seine „alberne Idee“ zurück. Sie hatte beschlossen, niemals wieder ein Kind zu gebären“.
 
„Der Blick meines Vaters war in die Ferne gerichtet, als er sagte. ‚Ich weiß nicht, was mit meiner Schwester passiert ist. Vielleicht war es kindliche Fantasie. Aber es kam mir so real vor, dass ich nie aufgehört habe, an sie zu denken.’ – Als ich die Aufrichtigkeit in den Zügen meines Vaters sah, hatte auch ich das Gefühl, dass es wahr war: Dass  er eine jüngere Schwester hätte haben sollen.“
 
Linda weiter:
2) „Ein zweites Puzzleteil kam später in derselben Woche hinzu. Meine Mutter kam vorbei und erzählte mir ein weiteres Familiengeheimnis, das sie vermutlich von ihrer Schwiegermutter erfahren hatte. Meinem Vater war es jedoch unbekannt.“
 
„Als mein Vater ein kleiner Junge war, war seine Mutter (unsere Großmutter) tatsächlich gegen ihren Willen schwanger geworden. Bevor ihre Schwangerschaft sichtbar wurde und getreu ihrem Versprechen, ‚niemals wieder ein Kind zu gebären’, plante sie, für ein paar Tage in die nahe gelegene Stadt zu fahren. Sie bestand darauf, allein zu reisen. Als sie nach Hause kam, war sie nicht mehr schwanger. Oma hatte ihr Kind heimlich abtreiben lassen.“
 
„Kurz darauf besuchte ich Susan, ohne von den jüngsten, inbrünstigen Gebeten meiner bettlägerigen Schwester zu wissen. Susan war sehr interessiert, als ich ihr die Geschichten über unsere geschiedenen Eltern erzählte. Sie wusste, dass ihre Gebete erhört wurden – sie war sich sicher, dass sie die Schwester war, die ihr Vater im Alter von vier Jahren gespürt hatte. Ihr Herz spürte die Wahrheit darin. Sie hatte versucht, geboren zu werden, aber Oma konnte die Belastung nicht ertragen. Sie, Susan, war abgetrieben und in der nächsten Generation neu geboren worden. Susan trauerte. Wochenlang trauerte diese Frau mittleren Alters um ihr eigenes, vor mehr als fünfzig Jahren verworfenes kleines Selbst und um die Großmutter, die ihre Mutter hätte sein sollen. Sie verstand nun ihre lebenslange Verbundenheit mit Oma.“
 
„Eines Tages bat mich Susan, sie zu Omas Grab zu bringen. So gebrechlich sie auch war, bestand sie darauf, den Weg dorthin allein zu gehen. Im Gespräch war Susan normalerweise stoisch, eine Zuhörerin, ein Trost für andere. Als ich an diesem Tag zurückkam, schluchzte sie auf eine Weise, wie ich es noch nie gesehen hatte. Unsere Rollen hatten sich vertauscht, ich hörte zu, während sie jahrzehntelang aufgestaute Trauer herausschüttete. Diese Episoden dauerten etwa ein Jahr, und gegen Ende berichtete Susan von einer erschütternden Rückblende, einer Erinnerung aus der Zeit vor der Geburt.“
 
Gefühle der Seele bei der Abtreibung:
 
„Sie sah sich selbst im Himmel, wie sie zusah, wie unsere Großmutter die Abtreibung vornehmen ließ. Susan, als ungeborener Geist, schrie: ‚Halt, halt! Du hast keine Ahnung, was du tust. Bitte hör auf, das darfst du nicht tun!’ Ihre auserwählte Mutter hörte sie nicht. Und sie hörte auch mit der Abtreibung nicht auf. Ungläubig sah Susan zu, wie ihr sich bildender kleiner Körper mutwillig aus ihrer Mutter herausgerissen, in einen Müllsack gesteckt und in den Müllcontainer geworfen wurde.“
 
„Susan schrieb ihre Erfahrungen in ein Tagebuch und gab damit Einblick in die Gefühle der Abgetriebenen. Ich las es nach ihrem Tod. Zu den Schlüsselwörtern gehörten Angst, Verlassenheit, Einsamkeit, Trauer und, am schmerzhaftesten von allem, Ablehnung. Seltsamerweise war da auch Schuld. Irgendwie fühlte sie sich verantwortlich – wenn sie nur besser gewesen wäre … Als Nächstes kam Eifersucht; Eifersucht auf andere, die niemals ein solches Trauma durchgemacht hatten.“
 
„Und schließlich war da noch Wut – Wut darüber, dass sie ein zweites Mal kommen musste. Sie hasste ihre leibliche Mutter (die Oma) dafür, dass diese sie hatte töten lassen und ihr ein Leben lang die Angst eingeflößt hatte, dass so etwas wieder passieren könnte. Harte Worte, aber genau das hat sie geschrieben.“
 
Nachwirkungen 2:
 
„Susan litt mehr als wir anderen. Sie schrieb einmal von einem besonders beängstigenden Tag in ihrer Kindheit, an dem sie allein gelassen worden war. Sie sah sich einen furchterregenden Film an, was zu der Angst führte, dass jemand kommen würde, um sie in einen großen schwarzen Sarg zu zwingen und sie in den Himmel zu tragen. Ihr ganzes Leben lang erlebte sie solche Ängste, zusammen mit der Furcht vor Ablehnung. Sie hatte nie das Gefühl, ‚dazuzugehören’.“
 
„Mit der Zeit gelang es Susan, zu vergeben. Die Wahrheit kann hart sein, aber mit ihr kommt das Verständnis. Die Wahrheit wurde zu ihrer Verbündeten. Susan ließ ihren Schmerz und ihre Angst los und war schließlich in der Lage, zu vergeben und emotional zu heilen. Auch körperlich erholte sie sich. In den letzten vier Jahren ihres Lebens genoss sie eine bessere Gesundheit als je zuvor.“
 
„Als ihre Zeit gekommen war, kehrte zwar die körperliche Krankheit zurück, doch die Angst blieb aus. Sie strahlte eine Zufriedenheit aus, die ich noch nie an ihr gesehen hatte. Diese hielt bis zu ihrem letzten Atemzug an. Wahrlich, sie hatte gesiegt und kehrte in Frieden in den Himmel zurück.“
 
„Nach Susans Tod überreichte mir ein Bruder, der damals noch nichts von dem wusste, was ich erzählt habe, einen schriftlichen Bericht über eine Traumvision. Nur wenige Tage nach ihrem Tod sah er Susan im Himmel zusammen mit unserer Großmutter väterlicherseits. Verwirrt, aber erfreut sagte er: ‚Sie standen zusammen da, beide strahlend, und Susan und Großmutter sahen sich erstaunlich ähnlich – wie Schwestern.’“
 
„Der Kreis hatte sich geschlossen. Durch die Kraft der Vergebung hatte Susan nicht nur ihre größte Prüfung bestanden und sich so geheilt, um in den Himmel zurückzukehren, sondern sie hatte auch den Weg für Oma geebnet, sich von dem Unrecht zu heilen, das sie begangen hatte, damit sie als Familie wieder vereint sein konnten.“
 
„Susans lebenslanger Wunsch, mit ihrer leiblichen Mutter wiedervereint zu sein, war in Erfüllung gegangen.“
 
Kommentar
 
Dies ist die m. W. n. ausführlichste Schilderung der Gefühle und Nachwirkungen, die mit einer Abtreibung verbunden sind.
 
Streng genommen fehlen unabhängige Belege dafür, dass Susans Seele, und nicht irgendeine andere, tatsächlich von der Großmutter abgetrieben wurde. Auch der Zusammenhang der Nachwirkungen mit dem Horror der Abtreibung wird nicht in jedem Punkt nachgewiesen. Es liegt aber nahe, die Dinge, wie geschildert, als gegeben anzunehmen.
 
Glaubt man der Geschichte, so war die Seele während der Abtreibung außerhalb des Körpers und hat deshalb keine körperlichen Schmerzen verspürt. Darüber wird auch nichts berichtet. Die Seele beobachtet die Szene und nimmt das Geschehen mit Entsetzen auf. Es geht also um seelische Schmerzen, die sich als Nachwirkung in einem nachfolgenden Leben extrem unangenehm zeigen können.

  1. Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
    Siehe oben unter „Gefühle der Seele bei der Abtreibung“.
  2. Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
    Die Großmutter.
  3. Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
    Siehe oben „Nachwirkungen 1 und 2.

Literatur:
Hinze, Sarah (2015) The Castaways / New Evidence Supporting the Rights of the Unborn Child / 15th Anniversary Edition, Three Orchard Productions, 2060 E. Hackamore Mesa, AZ, 85213, ISBN: 978-0-9969313-3-5, S. 108-114

12. Medizinisch indizierter Schwangerschaftsabbruch scheint problemlos möglich

Marie Birkett aus Southampton, UK, berichtet:
 
Während einer Behandlung wegen Rückenproblemen musste ich eine Schwangerschaft unterbrechen. Das hat mir das Herz gebrochen.
 
Jahre später war mein Rücken wieder geheilt, und ich bekam ein wunderschönes kleines Mädchen. Als sie zwei Jahre alt war, saß sie mit einem Buch da, sah mich einfach an und sagte:
 
„Mama, du hast mich das erste Mal zurückgeschickt, weil du Rückenschmerzen hattest, aber ich bin zurückgekommen, als es deinem Rücken wieder besser ging.“
 
Kommentar Dieter Hassler
 
Hier geht es um einen medizinisch notwendigen Abbruch, der zwar die Mutter, aber anscheinend nicht das Ungeborene psychisch belastete. Andernfalls erwartete man von dem Kind eine entsprechende Klage.
 
Vermutlich hat die Seele des Ungeborenen die Situation erfasst und sich rechtzeitig aus der Körperlichkeit zurückgezogen.

1.      Wie hat es sich angefühlt, abgetrieben zu werden?
In diesem Fall keine genaue Aussage dazu. Da der Junge keine Klage führt, hat die Abtreibung vermutlich keinen traumatischen Eindruck bei ihm hinterlassen. Sie war keine Tragödie für ihn; vielleicht, weil er die Einsicht hatte, dass er  noch zu früh dran war, und auf die Zeit nach der Operation warten musste. Er war daher auf die Abtreibung vorbereitet.

2.        Wer oder was veranlasste die Abtreibung?
Ärzte

3.      Hat die Abtreibung Nachwirkungen im Jenseits oder im nächsten Leben?
In diesem Fall keine Aussage dazu. Die Erinnerung des Kindes kann als Nachwirkung gelten.
 
Quelle:
Dyer, Wayne W.; Garnes, Dee (2015) Memories of Heaven / Children's Astounding Recollections of the Time Before They Came to Earth, Hay House, London, Carlsbad, CA, ISBN: 978-1-78180-548-0, S. 83
Kommen wir zu den vorläufigen Schlussfolgerungen oder Ergebnissen aus der Fallsammlung: ERGEBNIS_Abtreibungen
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